Die Unternehmensgruppe

Extreme Wetterereignisse haben in der letzten Dekade deutlich zugenommen, die verursachten Schäden ebenso. Unter anderem hat sich die Gewittertätigkeit in Österreich sowohl hinsichtlich der Häufigkeit als auch in ihrer Heftigkeit gesteigert. Neben Schäden durch Blitzschlag und Starkregen haben damit auch die Auswirkungen von Hagelschlag zugenommen. Waren es früher überwiegend landwirtschaftliche Flächen, die vom Hagel in Mitleidenschaft gezogen wurden, so kommt es mittlerweile immer öfter auch zu Schäden an Gebäudehüllen wie zum Beispiel Dächer, Fassaden, Vorbauten oder Verglasungen und teilweise auch zu ernsthaften Personenschäden. Das liegt in erster Linie an der Größe der Hagelkörner, die tendenziell zugenommen und damit die Wucht des Aufpralls erhöht hat.

Maßgebende Faktoren für die Belastung von Bauteilen bei Hagelunwettern sind die Hagelgröße, die Auftreffgeschwindigkeit und der Auftreffwinkel. Dass Hagelschlossen in der Größe von Hühnereiern, die mit bis zu 140 km/h auftreffen, schwere Schäden an Gebäuden oder ebenso schwere Verletzungen bei Personen verursachen können, liegt auf der Hand.

Umso wichtiger ist es, während eines Hagelunwetters nicht nur den Aufenthalt im Freien zu meiden, sondern rechtzeitig noch weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen und generell bei Neubauten, Umbauten oder Gebäudesanierungen den Hagelwiderstand von Bauteilen zu berücksichtigen und zu erhöhen.

3 Schritte zum wirkungsvollen Schutz an Gebäuden

  1. Grundlagenforschung des IBS – Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH
    Dadurch kann heute sehr realistisch eingeschätzt werden, wo welche Materialien eingesetzt werden sollten, um die Gefahr eines Hagelschadens auf ein Minimum zu beschränken.
  2. Sicherheit auf www.hagelregister.at
    Unter dieser Internetadresse können Bauherren und Planer in Erfahrung bringen, ob ein bestimmtes Bauprodukt, das in der Gebäudehülle verwendet wird, überhaupt auf seinen Hagelwiderstand geprüft wurde und nach welcher Hagelwiderstandsklasse es klassifiziert wurde. Diese Information liefert das Hagelregister, das die klassifizierten Baumaterialien auflistet und transparent, vergleichbar sowie standardisiert publiziert. Damit unterstützt das Hagelregister Bauherren und Planer in Österreich, Deutschland und der Schweiz bei der Wahl der richtigen Baumaterialien.
  3. Hagelzonierungskarte der ZAMG
    Nach monatelanger Auswertung österreichweiter Daten wurde vor etwa zwei Jahren auch die sogenannte Hagelzonierungskarte von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) veröffentlicht, die unter der Internetadresse www.hora.gv.at kostenlos abgerufen werden kann. Daraus geht klar hervor, wie hoch das Hagelrisiko in einer bestimmten Region ist, mit welchen Hagelkorngrößen unter Umständen zu rechnen ist und welcher Hagelwiderstandsklasse die gewählten Bauprodukte entsprechen sollten.

Die Österreichischen Brandverhütungsstellen und das IBS – Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung GmbH haben sich zu einer Initiative zusammen geschlossen – dem Elementarschaden Präventionszentrum (EPZ). Wenn Sie weitere Informationen und detaillierte Beratung brauchen, stehen Ihnen die Mitarbeiter des EPZ österreichweit zur Verfügung – www.elementarschaden.at

Demovideo einer Hagelprüfung