Die Unternehmensgruppe

Zwischen 11. Und 15. April tagten in Linz drei Arbeitsgruppen des Technischen Komitees 92 „Fire Safety“ der Internationalen Organisation für Normung (engl. Abkürzung: ISO). Aufgrund der großen Teilnehmerzahl von 73 Personen aus insgesamt 18 verschiedenen Ländern wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrkommando und der Landesfeuerwehrschule organisiert, um ausreichend Sitzungssäle zur Verfügung stellen zu können.

In den Gremien werden die Weichen gestellt für künftige normative Vorgaben, welche international einen sicherheitstechnischen Mindeststandard für verschiedene Brandschutzthemen definieren. Dies hat in Folge auch Einfluss auf europäische und nationale Regularien.

Die in Linz tagenden Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit folgenden Themen:

  • Subkomitee 1 „Fire Initiation and Growth“:
    Testmethoden für die Klassifizierung der Zündfähigkeit und des Brandverhaltens von Materialien
  • Subkomitee 3 „Fire threat to people and environment“:
    Ermittlung der Auswirkung von Brandprodukten (z.B. Rauchgase) auf Mensch und Umwelt
  • Subkomitee 4 „Fire safety engineering“:
    Rechenmethoden des Brandschutzingenieurwesens

Neben der fachlichen Arbeit in den Gremien bestand für die Teilnehmer auch die Möglichkeit die Prüfeinrichtungen des IBS zu besuchen, wobei insbesondere die bei uns im Haus entwickelte Hagelsimulationsmaschine für großes Interesse sorgte.

Des Weiteren wurde eine Tour durch Linz inklusive eines Besuchs im ARS Electronica Center veranstaltet und die Möglichkeit Linz kennen zu lernen wurde von unseren Gästen gern angenommen.

In dieser Woche wurden, neben der Erarbeitung und Überarbeitung von Normentexten, auch vielfältige Kontakte geknüpft welche zukünftig den internationalen Erfahrungsaustausch ermöglichen werden. Somit wird gefördert, dass nationale Institutionen von anderen Ländern lernen können und somit neue technische Erkenntnisse in Regularien im Bereich des Brandschutzes umgesetzt werden.